Projekthintergrund
Der Kunde ist ein namhafter inländischer Stahlproduzent mit mehreren Warm- und Kaltwalzanlagen auf seinem Werksgelände. Das zugehörige Kühlwasserkreislaufsystem hat eine Gesamtkapazität von mehreren tausend Kubikmetern pro Stunde. Vor der Modernisierung nutzte der Kunde herkömmliche Korbsiebe zur Grobfiltration des Kühlwassers. Aufgrund der hohen Konzentrationen an Eisenoxidzunder, Schweißschlacke und Rohrrost im Wasser mussten die Korbsiebe jedoch durchschnittlich alle vier bis sechs Stunden manuell demontiert und gereinigt werden. Dies führte nicht nur zu einem erheblichen Personalaufwand, sondern verursachte auch Schwankungen im Wasserdruck der Produktionslinien durch die häufigen Stillstände zur Schlackenentfernung. Dies beeinträchtigte die Kontinuität des Walzprozesses und die Oberflächenqualität der Fertigprodukte erheblich.
Probleme der Kunden
Die vor Ort gemeldeten Hauptprobleme konzentrierten sich auf drei Bereiche: Erstens die übermäßig häufige Verstopfung der Filter – während der Nachtschichten war oft niemand zur Entfernung der Schlacke verfügbar, was zu einem reduzierten Kühlwasserdurchfluss und einer verminderten Wärmetauscherleistung führte. Zweitens erforderte jede Demontage und Reinigung das Ablassen des Rohrleitungsmediums, was zu erheblichem Wasserverlust und Energieverschwendung pro Reinigungszyklus führte. Drittens bestanden die Korbsiebelemente aus einer einlagigen Lochblechstruktur, in der sich große Partikel in den Maschen festsetzten und nur schwer vollständig entfernt werden konnten; nach wiederholter Verwendung verschlechterte sich die Filtrationsleistung kontinuierlich.
Lösungsauswahl
Nach der Analyse empfahl unser technisches Team diepneumatischer selbstreinigender Filter JYSCF-219-316LDie Auswahlkriterien umfassten Folgendes: Die im Umlaufwasser enthaltenen Schwebstoffe bestehen überwiegend aus harten Partikeln, wodurch ein mechanisches Abstreifverfahren mit einem Schaber besser geeignet ist als eine Rückspülung; der Systembetriebsdruck ist im Bereich von 0,5 bis 0,6 MPa stabil und liefert somit ausreichend Zylinderantriebskraft für die Abstreifanforderungen; vor Ort ist eine Druckluftversorgung vorhanden, sodass kein zusätzliches Hydraulikaggregat oder ein elektrischer Antrieb benötigt wird; und die vorhandenen Rohrleitungen verwenden Schnellkupplungen nach DIN 11851, wodurch die Ausrüstung direkt angepasst und mit minimalem Umbauaufwand installiert werden kann.
Implementierungsprozess
Die Anlage wurde am Einlauf der Kühlwasserleitung des Walzwerks installiert und ersetzte den ursprünglichen Korbfilter. Die gesamte Installation dauerte nur vier Stunden. Dies umfasste den Ausbau der alten Anlage, das Anheben und Positionieren der neuen Einheit, den Anschluss der Ein- und Auslassleitungen, die Installation der Druckluftleitungen und die elektrische Verkabelung für das motorisierte Absperrventil. Bei der Inbetriebnahme wurde der Differenzdruck-Auslösewert für die Reinigung auf 0,05 MPa eingestellt. Die anfängliche Zylinderbetätigungsfrequenz wurde auf automatisches Abkratzen alle sechs Stunden und die Öffnungsdauer des Absperrventils auf acht Sekunden festgelegt.
Betriebsergebnisse
Im ersten Betriebsmonat führten unsere Servicetechniker vier Nachkontrollen durch. Die erfassten Daten zeigten, dass sich das durchschnittliche Reinigungsintervall des Filters von der vorherigen manuellen Reinigung alle 4 Stunden auf eine automatische Reinigung alle 8 bis 10 Stunden verlängert hatte. Darüber hinaus war die bei jeder automatischen Entleerung abgeführte Schlackenmenge deutlich geringer als die zuvor vom Korbsieb aufgefangene Gesamtmenge. Dies deutet darauf hin, dass die Selbstreinigungseffizienz des Keildrahtsiebs derjenigen der Lochblechstruktur deutlich überlegen war. Der Differenzdruck im Kühlwassersystem blieb konstant unter 0,03 MPa, und die nachgeschalteten Plattenwärmetauscher lösten keine Hochtemperaturalarme mehr aufgrund unzureichenden Wasserdurchflusses aus.
Was die Geschäftsleitung des Kunden besonders interessierte, waren die Einsparungen bei den Arbeitskosten. Zuvor war pro Schicht ein Mitarbeiter ganztägig mit der Reinigung der Filter beschäftigt; nach der Umrüstung wurde diese Stelle für eine mobile Inspektionsfunktion genutzt, bei der mehrere Anlagen überwacht werden. Diese einfache Änderung entlastete drei Mitarbeiter im Tagesgeschäft. Da für die Reinigung die Rohrleitung nicht mehr entleert werden musste, führten die monatlichen Einsparungen beim Wasser- und Energieverbrauch zu einer erheblichen Reduzierung der Betriebskosten.
Kundenfeedback
Der Gerätemanager des Kunden gab bei der Projektabnahme eine unkomplizierte Einschätzung ab:„Das größte Problem, das diese Anlage löst, ist nicht die Filtrationsgenauigkeit, sondern die Stabilität und die damit verbundene Sicherheit. Früher fürchteten wir uns vor plötzlichen Verstopfungsalarmen während der Nachtschichten und an Wochenenden – jetzt läuft sie fast ohne Eingriffe vollautomatisch. Der Schaber hat genug Kraft, um selbst stark haftende Verunreinigungen wie Eisenoxidablagerungen zu entfernen, und das Ablassventil hat noch nie verstopft.“Anschließend hat der Kunde die gleiche Nachrüstlösung auf zwei weiteren Produktionslinien angewendet.
Veröffentlichungsdatum: 26. Juni 2026

